Lausbub mit anarchischem Charme
Ein wirklich tolles Stück lieferten die Priener anlässlich des Jubiläumsjahres »850 Jahre Prien« ab: Ein »Lausbub namens Ludwig« ließ nicht nur ein Stück Heimatgeschichte lebendig werden, es war zugleich Hommage an den Schriftsteller Ludwig Thoma, der einen Teil seiner Jugend in Prien verbracht hat.
Für das Stück, das Horst Rankl geschrieben und Rainer Winzek inszeniert hat, gab es keinen passenderen Aufführungsort als den Innenhof des Ludwig-Thoma Gymnasiums. Zumal dieser auf der Rückseite des ehemaligen Gasthofs »Kampenwand« liegt, den Thomas Mutter einst gepachtet hatte. Sebastian Weyerer kommentierte das »frühe Stadium seiner Menschwerdung« und verfolgte die einzelnen Spielszenen als erwachsener Thoma.
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