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Informationen der Freiwilligen Feuerwehr Prien

Im Interview Georg Lindenmayer
Unter der Schutzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr stecken keine anonymen Helfer, sondern Nachbarn, Kollegen oder Freunde. Heute der in Prien selbständige Malermeister Georg Lindenmayer (34).

Ich bin bei der Freiwilligen Feuerwehr, weil …
… wie bei vielen Jungs es auch bei mir ein Traum war, Feuerwehr-Mann zu werden. Gemeinsam mit meinen Spezln bin ich mit 15 Jahren eingetreten. Motiviert hat mich die Neugier auf die Technik und interessante Einsätze. Heute bin ich Bootsführer, ich darf bei Einsätzen auf dem Chiemsee oder der Herreninsel das Feuerwehr-Boot fahren. Zudem bin ich Mannschafts-Vertreter, d. h. ich vermittle die Interessen und Wünsche der Kameraden beim Vorstand. Nach einem Motorsägen-Kurs bin ich bei Sturmschäden fürs Holzschneiden zuständig.

Was beindruckt Sie am meisten?
Das ist der Zusammenhalt. Man lernt hilfsbereite Menschen kennen, mit denen man gemeinsam die Herausforderungen im Einsatz stemmt. Es ist ein bewegendes Gefühl zu wissen, dass man sich 100-prozentig auf sie verlassen kann. Und wenn man nach dem Ausrücken zusammensitzt, reflektiert und die Anspannung nachlässt, dann kommt auch die Gaudi – sofern alles gut gegangen ist –nicht zu kurz. Es ist eine Gemeinsamkeit in bester Weise.

Was war der spannendste und schönste Moment?
Das Spannenste war für mich ein Unfall auf der Autobahn, bei dem ein LKW mit Holz umgekippt ist. Dabei hat er die Bäume auf die andere Fahrbahn katapultiert und vorbeifahrende PKW getroffen. Bis heute muss ich daran denken, wenn ich einen Holztransport sehe.
Die schönsten Momente waren während unserer Feier zum 150-jährigen Jubiläum. Wie wir gemeinsam mit den vielen Kameraden nahezu vier Wochen vom Aufbau bis zum Abbau täglich vor Ort waren und diese Veranstaltung gestemmt haben, das hat mir gezeigt, wie die Gemeinschaft zusammensteht. Wie wir uns gegenseitig geholfen haben, immer da waren, das habe ich sehr geschätzt. Das war ein voller Einsatz, dieses Mal der freudigen Art.

Ihr Tipp für Interessierte …
Einfach kommen, jeder Interessierte ist willkommen. Wir können alle gebrauchen. Sollte man handwerklich nicht so begabt sein, dann eignet man sich vielleicht für den Bereich der Einsatzleitung. Man muss keine besonderen Kenntnisse besitzen, man kann bei uns alles lernen. Was zählt, ist einzig der Wille. Wenn jemand Menschen helfen möchte, dann ist alles gut.