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Freiwillige Feuerwehr Prien a. Chiemsee e.V.

Informationen

Eine Unwetterfront suchte am Sonntag, 28. Juni, um kurz vor 20 Uhr Prien heim. Der starke Wind und die enormen Regenmengen sorgten für etwa 80 Einsätze innerhalb von wenigen Minuten. Aufgrund des Sturms lösten in zwei Klinken Brandmeldeanlagen Alarm aus. Bereits die Anfahrt zum Feuerwehrhaus gestaltete sich wegen des Starkregens und der nicht mehr vorhandenen Sicht äußerst schwierig. Auch waren die Straßen zu den beiden Einsatzstellen zum Teil überflutet und durch Bäume blockiert. Glücklicherweise konnte in beiden Kliniken kein Brand oder sonstige Gefahr für die Patienten festgestellt werden. Der Sturm sorgte für zahlreiche umgestürzte Bäume, die die Straßen blockierten und Strom- und Telefonleitungen durchtrennten. Es wurden zahlreiche Dächer beschädigt und Gärten verwüstet. Ebenso wurde die Oberleitung der Eisenbahnlinie München–Salzburg durchtrennt, woraufhin der Schienenverkehr eingestellt werden musste. Jedoch sorgte nicht nur der Sturm für große Schäden, sondern auch die enormen Regenmengen. So wurden binnen wenigen Minuten Straßen und Unterführungen, ebenso wie zahlreiche Keller überschwemmt. Auch traten Bäche wie der Stettner Bach über das Ufer und mussten mit zahlreichen Sandsäcken verbaut werden. Insgesamt wurden 79 Einsätze von elf verschiedenen Feuerwehren und den gemeindlichen Betrieben (Bauhof, Wasserwerk etc.) bewältigt. Trotz des enormen Schadens kann man von großem Glück sprechen, dass es zu keinem Personenschaden gekommen ist. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Aschau, Bernau, Hittenkirchen, Wildenwart, Atzing, Greimharting, Rimsting, Bad Endorf, Höslwang, Prien, Feldkirchen sowie die Wasserwacht Prien/ Rimsting. 

Einsatzstatistik
Brand 3
Fehlalarme 6
Technische Hilfeleistung 8
Türöffnung 2
Verkehrsunfälle 3
Unwettereinsätze 82

Wer wir sind
Im Interview Elias Dreikorn
Unter der Schutzkleidung der Freiwilligen Feuerwehr stecken keine anonymen Helfer, sondern Nachbarn, Kollegen oder Freunde. Heute Elias Dreikorn (23), der Medizin in Graz studiert.

Ich bin bei der Freiwilligen Feuerwehr, weil …
»Bei mir spielt sicherlich der familiäre Hintergrund eine große Rolle, denn schon mein Opa Günther Dreikorn war seit seinem neunten Lebensjahr dabei, ebenso mein Vater Johannes, der seit 28 Jahren überzeugter Feuerwehr-Kamerad ist. Ich bin mit 14 Jahren in die Jugendfeuerwehr eingetreten, da ich es als wichtig empfinde, sich in einer Gesellschaft für andere einzusetzen und für Schwächere und Menschen in Not da zu sein.«
Was beindruckt Sie am meisten?
»Die Hilfsbereitschaft und das Engagement. Egal, ob bei strömendem Regen oder mitten in der Nacht – wenn es darum geht, anderen zu helfen, ist auf die Feuerwehr Verlass. Und natürlich ist die Kameradschaft unter den Mitgliedern der Feuerwehr etwas ganz Besonderes.«
Was war der spannendste und schönste Moment?
»Der spannendste Moment war, als ich zu einem Brandeinsatz ausgerückt und gemeinsam mit meinem Vater auf der 30 Meter hohen Drehleiter gestanden bin. Zu den schönsten Momenten gehören die Sicherheitswachen bei den Festspielen auf der Herreninsel. Später dann bei Sonnuntergang über den Chiemsee heimzufahren, ist immer ein wunderschöner Abschluss des Abends.«
Ihr Tipp für Interessierte …
»Man sollte keine Scheu haben und befürchten, dass man etwas falsch machen kann. Die Aufgaben der Feuerwehr sind so breit gefächert, dass für jeden etwas dabei ist – vom Handwerker über den Technikbegeisterten bis hin zum Computer-Spezialisten, jeder kann sich gemäß seinen Interessen und Fähigkeiten einbringen. Jeder findet bei uns seinen Platz, egal ob in der Jugendfeuerwehr oder später im aktiven Einsatzdienst.«