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Freie Waldorfschule

Abschlussfeier der Abiturienten

»Unglaublich stolz bin ich auf Euch«, begann Schulleiterin Evelyn Bukowski ihre Rede anlässlich der diesjährigen Abiturienten-Feier an die Freien Waldorfschule Chiemgau. Das Abitur versuche ein menschliches Jahrzehnt in einer Zahl zusammenzufassen. Und dennoch könne diese Zahl ein Stück Zukunft bedeuten. Mut und Kritikvermögen waren auch der Tenor der Verabschiedungen der Fachlehrer. Sie betonten ihre Hoffnung, die jungen Menschen mit ausreichend »Feuerlöschern für die Bekämpfung der Brandherde dieser Erde« ausgerüstet zu haben. Bei der Zeugnisübergabe wurde für jeden Schulabgänger ein Lied gespielt. »Wie Ihr festgestellt habt, war kein einziges ruhiges dabei, und so war die 13. Klasse«, schloss Bukowski schmunzelnd – jeder Einzelne werde ihr fehlen. Auf die von Freundschaft geprägte Zeit blickten die Schüler zurück. Die Prüfungs-Vorbereitungen in Zeiten von Schulschließung beurteilten sie unterschiedlich. Manche waren froh, dass sie ihren eigenen Rhythmus finden konnten, andere taten sich beim alleinigen Lernen schwer. Die Termine nicht genau zu kennen, habe an den Nerven gezehrt. Mitfühlend dächten sie an die nächste Abschlussklasse, die mit Homeschooling und einer großen Ungewissheit ins nächste Prüfungsjahr im Herbst gingen. Mit dem Zeugnis in der Hand richteten die Absolventen ihren Blick auf Reisen, das Arbeiten in Hilfsorganisationen, auf das Musizieren ohne Grenzen, das Kennenlernen anderer Kulturen sowie auf das Sammeln von Lebenserfahrungen – ein Studienbeginn rücke dabei etwas in weitere Ferne.