16.10.2019

AUS DEM HAUPT- UND WERKAUSSCHUSS

Sanierung der Dachterrasse im Lichthof im Rathaus

Als Erstes kam die notwendig gewordene Sanierung der Dachterrasse im Lichthof des Rathauses zur Sprache. Da das Dach undicht sei, müssten die Arbeiten dringend noch vor dem Winter umgesetzt werden, wie Andreas Gasteiger von der Bauverwaltung mitteilte. Aufgrund der hohen Dringlichkeit sei der Auftrag bereits erteilt worden, so Gasteiger. Man habe fünf Firmen angeschrieben, drei hätten ein Angebot erteilt. Das wirtschaftlichste stamme von der Firma Sharuk GmbH aus Großkarolinenfeld in Höhe von knapp 53.000 Euro. Die Arbeiten begännen bereits Ende Oktober. Das Gremium bestätigte die Auftragsvergabe einstimmig.

Personalwechsel im Rathaus

Es folgte die Bestellung von Sergei Bader zum stellvertretenden Kassenverwalter. Wie Alexander Klammer von der Personalabteilung mitteilte, schied die bisherige Inhaberin Julia Langl aus persönlichen Gründen zum 30. September aus. Sergei Bader, der die Position als Buchhalter und stellvertretender Kassenverwalter von 2009 bis 2018 bereits innehatte, habe sich intern auf die vakante Stelle beworben. Dem habe man zugestimmt, so Klammer. Der Haupt- und Werkausschuss schloss sich dem einhellig an.

Neuer Programmpunkt: Bolzplatz

Es folgte ein Programmpunkt, der eigentlich in der nichtöffentlichen Sitzung beraten werden sollte, auf Antrag der Grünen aber in die öffentliche vorverlegt wurde. Wie Andreas Hell von der Geschäftsleitung mitteilte, seien die Stühle und Tische aus Beton auf dem Bolzplatz in der Verlängerung der Carl-Braun-Straße stark beschädigt. Sie seien unansehnlich, zudem bestehe eine Verletzungs- und Unfallgefahr, weshalb die Verwaltung vorschlage, sie abzutragen. Wie Erster Bürgermeister Jürgen Seifert ergänzte, habe man 2008 die Idee gehabt, dort, wo bis dahin wild gegrillt wurde, einen offiziellen Grillplatz einzurichten. Man habe dies gemeinsam mit Jugendlichen ausgeführt, in der Hoffnung, dass diese dann den Tisch und die ehemals fünf Stühle, von denen heute nur noch drei existierten, pflegten. Sie seien zudem von einem Künstler mit Mosaiksteinen verschönert worden. Bereits nach einer Woche seien das Mobiliar aber erstmals beschädigt worden.
Kein einmaliger Vandalismus
Mittlerweile – nach einer zweimaligen kompletten Restaurierung – seien sie nun wieder mit Brachialgewalt beschädigt worden. Thomas Ganter (SPD) führte auf, dies zeige, dass es sich dabei nicht um einen einmaligen Vandalismus handele. Hans-Jürgen Schuster (CSU) sagte, man habe in dem dortigen Wohngebiet einen Platz zum Sich-Austoben schaffen wollen. Dabei auch einen Grillplatz anzubieten, habe, wie man sehe, nicht funktioniert. Er sei dafür, dort mit dem Basketballkorb und dem Bolzplatz einen »Bewegungsplatz« einzurichten, das Grillen aber der Privatsphäre zu belassen. Thomas Ganter (SPD) schloss sich dem an. Auch die Bänke am Weg sollten verankert werden, damit man sie nicht in die Wiesen stellen könne.
Zerstörungswut hält an
Eva Munkler (Bürger für Prien, BfP) führte an, sie sei auch dafür, diese wegen der Verletzungsgefahr zu entfernen. Dafür solle man aber andere Sitzmöglichkeiten wie Steine oder große Baumstämme platzieren. Erster Bürgermeister schloss Letzteres aufgrund der Brandgefahr aus. Peter Fischer (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) sagte, die Jugendlichen seien maximal zwei Jahre dort, dann würde altersbedingt ein Wechsel stattfinden. Dem setzte Erster Bürgermeister Jürgen Seifert entgegen, dass die Grillstelle bereits nach einer Woche zerstört worden sei, da seien die Jugendlichen noch nicht »herausgewachsen«. Angela Kind (Die Grünen) erinnerte daran, dass die Grillstelle aufgrund der Wünsche von Anwohnern der Carl-Braun-Straße eingerichtet worden sei.
Ausschließlich Bolzplatz bleibt erhalten
Thomas Ganter (SPD) sagte, beim Grillen entstünden auch Scherben, die dann auf den Bolzplatz gelangen könnten. Er sei dafür, den Platz als Sportplatz festzulegen, auf dem nicht gegrillt werde. Auch Ludwig Ziereis (CSU) bekannte sich zu dieser Meinung, man habe negative Erfahrungen gemacht. Jugendliche, die dort feierten, würden sich das Holz für Lagerfeuer schlichtweg aus den Büschen und Bäumen holen. Das Gremium beschloss einstimmig, das Areal ausschließlich als Sportplatz einzurichten und entsprechend auszuzeichnen.


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