Städtefreundschaft zu Graulhet

Französische Delegation zu Gast bei der Gedenkfeier auf der Kampenwand
Eine elfköpfige Delegation aus der französischen Partnerstadt Graulhet – darunter zweiter Bürgermeister Guy Peyre, der ehemalige Bürgermeister Claude Bousquet und die Referentin für Städtepartnerschaft Anne-Marie Jadry – war Ende August zu Gast in Prien. Sie nahm auch an der Gedenkfeier für die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege auf der Kampenwand teil, die dieses Jahr vom Markt Prien ausgerichtet wurde. Zum unterhaltsamen Rahmenprogramm gehörte für die französischen Gäste ein Besuch von Schloss Linderhof, des Passionsdorfs Oberammergau sowie der Fraueninsel. Darüber hinaus waren sie auch beim Rosenheimer Herbstfest anwesend.
Bei der offiziellen Abschiedsfeier fand Erster Bürgermeister Jürgen Seifert warmherzige Worte, mit denen er sich für die langjährige und vertrauensvolle Freundschaft mit der französischen Partnerschaftsstadt Graulhet bedankte. Rückblickend sagte er: »Nach dem ersten und vor allem besonders nach dem zweiten Weltkrieg waren tiefe Wunden und Verletzungen und teilweise auch Hass zwischen unseren beiden Nationen entstanden. Es ist den Frauen und Männern zu danken, die diese Gräben geschlossen haben. In einer globalisierten Welt wird es immer wichtiger, dass sich kleine, enge, feste Verbindungen zusammenfinden, die für den Erhalt ihrer Werte, ihrer Freundschaften und ihres Glaubens einstehen. Sie sind es, die Bürgerinnen und Bürger unserer beiden Ortschaften, die diese Freundschaft über die Jahrzehnte in dieser Innigkeit gepflegt haben. Ihnen allen danke ich«, so Seifert ergriffen. Der zweite Bürgermeister aus Graulhet Guy Peyre betonte: »Die Freundschaft zwischen Prien und Graulhet ist eine wunderbare Geschichte. Wir haben Sorge zu tragen, dass es so weitergeht. Wir danken für die herzliche Aufnahme in Prien. Möge diese Freundschaft weiterbestehen.« Claude Bousquet ergänzte: »Ich bin stolz, von meinem bescheidenen Platz aus dazu beigetragen zu haben, dass diese Freundschaft bald 50 Jahre dauert.« 2021 werden Prien und Graulhet ihr 50-jähriges Jubiläum der Städtepartnerschaft feiern. Das Totengedenken auf der Kampenwand sei für sie ein Bedürfnis gewesen, denn dabei hätten sie als Franzosen mit der Tricolore, mit ihren Schärpen und ihrer Amtstracht die Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland demonstrieren und festigen können. »Zwischen Frankreich und Deutschland wird es keinen Krieg mehr geben, nur noch Freundschaft«, betonte der ehemalige Bürgermeister von Graulhet. »Es lebe Prien, es lebe Graulhet, es lebe unsere Freundschaft«, schloss er seine Rede mit einem ergreifenden Appell an die Zukunft.


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