Zuschuss für Volkshochschule Chiemsee (Vhs)
Als Erstes kam der Antrag der Volkshochschule Chiemsee (Vhs) für einen Zuschuss für 2026 zur Sprache. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, seien die entsprechenden Haushaltsmittel dafür eingestellt. Insgesamt beantrage die Vhs Gelder in Höhe von 100.000 Euro, bis vor zwei Jahren seien es noch rund 90.000 Euro gewesen. Der Anteil von Prien betrage seit rund 20 Jahren 56.000 Euro, der Rest verteile sich auf die anderen teilnehmenden Gemeinden. Rund 40 Prozent der Vhs-Besucher kämen aus Prien. Das Gremium stimmte einhellig für den beantragten Zuschuss in Höhe von 56.000 Euro.
Zuschuss für »Kleines Theater«
Danach ging es um den Antrag auf einen Zuschuss des »Kleinen Theaters«. Es benötige die Gelder für die Technikausstattung, den Bühnenbau, für Kostüme usw. Seit 2018 unterstütze die Gemeinde das Theater mit durchschnittlich 1.850 Euro pro Jahr, die Gelder stammten aus verschiedenen Töpfen. Heuer seien noch keine Gelder geflossen. Das Gremium beschloss einstimmig, 1.000 Euro für das »Kleine Theater« zu übermitteln.
Höheres Defizit
Es folgte die Übernahme des höheren Defizits für das Haus für Kinder »Franziska Hager«. Wie das Gemeindeoberhaupt informierte, beantrage die Diakonie als Träger, die zusätzlichen Kosten in Höhe von 31.308 Euro zu übernehmen. Als Grund habe sie die steigenden Preise sowie die Personalkosten angegeben sowie insbesondere der Rückgang der von den Familien gebuchten Betreuungsstunden. Die Einnahmen würden sich damit reduzieren, während der Personaleinsatz nur verzögert angepasst werden könne. Das Defizit habe somit strukturelle Gründe und sei nicht auf eine unwirtschaftliche Betriebsführung zurückzuführen. Die Deckelung der Kosten pro Kind in Höhe von 1.200 Euro reiche nicht mehr aus.
Ludwig Ziereis (CSU) erklärte, er als Handwerker, der kalkuliere, tue sich schwer, dies zu verstehen. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erwiderte, zum Zeitpunkt der Ausschreibungen wüssten die Träger noch nicht, wie viel Personal sie benötigten. Nach ihren Tarifverträgen müssten sie erfahrenen Erziehern höhere Gehälter bezahlen als Berufseinsteigern. Daher würden sie in Mittelwerten kalkulieren. Dr. Wolfgang Lange wollte wissen, warum andere Kindereinrichtungen wie das »Marquette« Überschüsse erzielten. Das Gemeindeoberhaupt erklärte, das hänge mit den Buchungszeiten zusammen. Die Mittagsbetreuung als Kurzbuchung mit vier Stunden täglich werde nicht gefördert. Bei Schulkindern und Kindergartenkindern sei eine Mindestbuchung von 20 Stunden pro Woche vorgeschrieben, und das gehe am staatlichen Zuschuss vorbei. Der Geschäftsleiter Donat Steindlmüller ergänzte, es liege nicht am wirtschaftlichen Arbeiten, sondern an der Art der Betreuungsform. Das Gremium stimmte einhellig dafür, das höhere Defizit mit 31.308 Euro für das Haus für Kinder »Franziska Hager« zu übernehmen.
Verschiedenes
Angela Kind (Die Grünen) fragte nach dem Sachstand der Katzenschutzverordnung. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich erklärte, dass die Zuständigkeit beim Landratsamt Rosenheim und dem Veterinäramt liege. Diese seien immer mit dem Erheben der Daten beschäftigt. Bei der nächsten Bürgermeister-Dienstversammlung im September werde es angesprochen.