25.11.2025
Feierlicher Katharinen-Tag mit Ehrung verdienter Bürger
Der 25. November ist der Tag der Heiligen Katharina, der Schutzpatronin des Markts Prien. Diesen besonderen Tag würdigt die Gemeinde mit einem Gottesdienst und anschließendem Abendessen. Anstehende Ehrungen werden in diesem Rahmen verliehen. In diesem Jahr kamen drei Bürger zu dieser Auszeichnung: der ehemalige Notar Dr. Friedrich von Daumiller, der Künstler Lenz Hamberger und der ehemalige Gemeinderat Walter Poppe.
Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich erklärte, habe Fritz von Daumiller den Kulturförderverein 1985 gegründet und sei 36 Jahre lang dessen Erster Vorsitzender gewesen. Der 500 Mitglieder zählende Verein zeichne sich seither als tragende Säule für das kulturelle Leben von Prien aus. Seiner Initiative sei es – auch aufgrund einer »erheblichen finanziellen Zuwendung« – zu verdanken, dass das Alte Rathaus zur heutigen Galerie umgebaut werden konnte, die nun als kultureller Mittelpunkt fungiere und Kunst ein angemessenes Zuhause biete. Mit seinem Engagement und seinem Verein »Freunde von Herrenchiemsee« habe er es geschafft, dass der Insel-Dom renoviert und letztlich Schloss Herrenchiemsee zum Weltkulturerbe ernannt worden sei. Für seinen jahrzehntelangen Einsatz im Dienste der Gemeinde und für deren kulturelle Entwicklung überreichte Erster Bürgermeister Andreas Friedrich Dr. Friedrich von Daumiller die Goldene Ehrenmünze des Marktes Prien. Daumiller dankte und erklärte, er freue sich wahnsinnig über die Ehrung. Den Startschuss für die neue Galerie hätte der damalige Gemeinderat gesetzt, indem er beschlossen habe, nach dem Umzug der Verwaltung dieses Gebäude der Kunst zu widmen. Neben der langen Tradition der Chiemsee-Maler blicke Prien auf eine lebendige Künstlerlandschaft, die ein Alleinstellungsmerkmal sei. Es freue ihn, dass der Insel-Dom als eines der ältesten Gebäude von Bayern, nun wieder Besuchern offenstehe. Das Weltkulturerbe von Schloss Herrenchiemsee sei eine gewaltige Aufwertung der Region, die gerade in der Nebensaison Besucher anlocken werde. »Ich werde weiterhin alles tun, dass Prien eine kleine, feine Kunstmetropole zwischen München und Salzburg ist und bleibt«, schloss er seine Rede.
Der zweite Geehrte war der Künstler und Autodidakt Lenz Hamberger. Dieser habe viele Jahrzehnte als Bildkünstler und Holzschneider gewirkt und eine eigenständige Bildsprache entwickelt – unabhängig von modischen Trends, so das Gemeindeoberhaupt. Darüber hinaus habe er sich um das kulturelle Leben vor Ort verdient gemacht. Von 1972 bis 1984 sei er Mitglied im Gemeinderat, Mitbegründer der Künstlergruppe Prien, der Gemeinschaft bildender Künstler Chiemsee sowie der Kalendergemeinschaft gewesen, die über 20 Jahr Grafiken regionaler Künstler veröffentlicht habe. Zudem habe er in der Jury der »Künstlerlandschaft Chiemsee« mitgewirkt. Dem Museum Prien habe er 138 seiner Werke überlassen. Mit all seinem Engagement habe er sich in vorbildlicher Weise für die Kunst und Kultur von Prien verdient gemacht, was ihm nicht nur den einzigen Ehrenpreis des Kulturfördervereins, sondern nun auch die Goldene Ehrenmünze des Marktes Prien eingebracht hat.
Der Dritte im Bunde war der Rechtsanwalt und langjährige Vorstand der Wasserwacht Walter Poppe. Auch er sei 20 Jahre Mitglied des Gemeinderats gewesen und am Leuchtturmprojekt – dem Bau des Erlebnisbads Prienavera – beteiligt gewesen, so Bürgermeister Friedrich. Er habe sich als Bäderreferent stets um die Belange des Bads, vor allem auch bei der Dachrenovierung gekümmert. Zudem sei er stets der erste Ansprechpartner für alle Rechtsfragen in der Verwaltung gewesen. Viele Jahre habe er sich auch für das Schulwesen eingesetzt. Für sein großes Engagement auf kommunaler Ebene bekam er nun die Goldene Bürgermedaille überreicht. Poppe dankte, er habe damit nicht gerechnet und freue sich sehr. »Es war eine schöne Zeit, die ich sehr genossen habe«, so der Geehrte.
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