Sanierung der Stahlträger der Prien-Brücke
Als Erstes kam die Sanierung der Stahlträger der Prien-Brücke in Mühltal-Duft zur Sprache. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, habe man bei einer Routine-Prüfung festgestellt, dass die Stahlträger der Brücke eine Korrosion aufweisen würden. Daher müsse man sie sanieren, d. h. die Oberflächen strahlen und verschiedene Schichten auftragen. Dafür seien vier Firmen angefragt worden, drei hätten abgesagt, da sie das technische Know-how nicht hätten. Eine hätte an die Firma Kurtberr aus Alteglofsheim im Landkreis Regensburg verwiesen, die darauf spezialisiert sei. Sie sei bei der Sanierung der Autobahnbrücke über die Tiroler Achen in Übersee/Grabenstätt beteiligt gewesen. Ihr Angebot belaufe sich auf 92.190 Euro. Die Summe sei bereits im Haushalt eingestellt. Das Gremium stimmte der Auftragsvergabe einhellig zu.
Zusätzliches Defizit
Danach wurde über den Antrag zur Übernahme des höheren Defizits für 2025 für den Waldorf-Kindergarten und der Waldorf-Krippe beraten. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, stünden dem Träger laut Defizit-Vereinbarung pro Priener Kind 1.200 Euro Defizit-Beitrag zu. Dies wären für den Kindergarten 50.400 Euro und für die Krippe 13.200 Euro. Nun seien wie auch in den Vorjahren zusätzliche Defizite in Höhe von 15.000 Euro für den Kindergarten und 27.000 Euro für die Krippe entstanden. Der engagierte neue Geschäftsführer habe bei den Krippenkosten bereits 12.000 Euro durch innerbetriebliche Maßnahmen eingespart. Von den 67 Kindergartenkinder stammten 42 aus Prien, von den zwölf Krippenkinder elf. Auf Nachfrage bei den umliegenden Gemeinden habe man festgestellt, dass diese keinen Ausgleich leisten wollten. Für die Priener Kinder wäre ein zusätzlicher Zuschuss in Höhe von 34.153 vom zusätzlichen Defizit in Höhe von 42.000 Euro zu zahlen. So habe man es im vergangenen Jahr gehalten, so das Gemeindeoberhaupt.
Diskurs im Gremium
Ulricht Steiner (Die Grünen) wollte wissen, wie die Einrichtung das restliche Defizit gedeckt hätte. Worauf Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte, vermutlich mit Spenden oder Beiträgen der Eltern. Kersten Lahl (BfP) sagte, die Waldorf-Institutionen hätten ein besonderes Konzept, das in der Region nur in Prien angeboten würde. Er plädiere dafür, das gesamte zusätzliche Defizit zu übernehmen. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) antwortete, die umliegenden Gemeinden hätten eigene Einrichtungen und würden die Ansicht vertreten, dass sie diese Defizite schon übernehmen würden und die Kinder dort betreut werden könnten. Ludwig Ziereis (CSU) sagte, Prien habe seinen Bedarf übererfüllt und sei damit vorbildlich. Man müsse auch mit Blick auf den Steuerzahler umsichtig handeln. Peter Fischer (ÜWG) schloss sich dem und sprach sich für die bisherige Handlungsweise aus. Das Gremium stimmte einhellig dafür, dem Waldorf-Kindergarten und der Waldorf-Krippe insgesamt 34.153 Euro für das zusätzliche Defizit zu übermitteln.
Gefährt für den Bauhof
Danach ging es um den Kauf eines Kleintraktors Kubota B 2261 HC für den Bauhof, der beinahe auseinanderfalle, wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich (ÜWG) erklärte. Dafür seien 50.000 Euro im Haushalt eingestellt. Man habe drei Angebote erhalten, das wirtschaftlichste stamme von der Firma Georg Daxenberger aus Almertsham in Höhe von 43.673 Euro. Das Gefährt sei identisch mit dem vorherigen, so dass alle Aufbauteile weiter genutzt werden könnten. Das Gremium beschloss einstimmig, dieser Firma den Zuschlag zu erteilen.
Zuschuss für Altarsanierung
Als Letztes kam der Antrag der Pfarrkirchen-Stiftung Mariä Himmelfahrt für einen Zuschuss zur Renovierung des Katharinen-Altars zur Sprache. Dazu seien drei Angebote eingeholt worden, das wirtschaftlichste sei das der Firma Weingartner aus Bernau mit einem Preis in Höhe von rund 13.000 Euro. Als weitere geschätzte Kosten stünden noch rund 7.000 Euro für verschiedene Arbeiten an, so das Gemeindeoberhaupt. Aufgrund von Einsparungen bei der Kultur- und Heimatpflege sowie einem günstigeren Angebot zur Ausbesserung der Lüftlmalerei am Heimatmuseum könne man einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro gewähren, so der Rathauschef. Das Gremium schloss sich dieser Haltung an und beschloss einstimmig, den Zuschuss in dieser Höhe zu gewähren.