26.02.2026
Prien nimmt an Typisierungsaktion der Region teil
Seit ein paar Wochen setzt eine regionale Aktion ein starkes Zeichen. Bürgermeister, die in der anstehenden Kommunalwahl keinen Gegenkandidaten haben, nominieren sich gegenseitig, um möglichst viele Menschen zu der Typisierung für eine Knochenmarkspende zu motivieren. Den Anstoß für die Aktion gab ein Schicksal aus der Region: die erneut an Leukämie erkrankte Anne aus Kolbermoor, die zum zweiten Mal einen Spender suchen muss. Priens Erster Bürgermeister Andreas Friedrich gehört nun auch zu den Nominierten; er wurde von seinem Amtskollegen aus Oberaudorf Dr. Matthias Bernhardt ausgewählt. Er wiederum gab den „Stab“ an Richard Richter aus Bruckmühl weiter. Um möglichst viele Bürger für eine Registrierung als Stammzellenspender zu erreichen, wählte das Gemeindeoberhaupt den Wahlsonntag, 8. März aus, an dem auch der Mittfasten-Markt am Marktplatz stattfindet. In der Franziska-Hager-Schule, in der das Wahllokal untergebracht ist, kann man sich in der Zeit von 11 bis 16 Uhr an einem Stand darüber informieren. Interessierte können sich dabei auch gleich registrieren und typisieren lassen. „Dafür sind nur wenige Minuten nötig. Die Typisierung erfolgt über eine Speichelprobe, die mittels eines Wangenabstrichs mit einem Wattestäbchen genommen wird. Geeignet sind gesunde Menschen im Alter von 17 bis 45 Jahren“, erklärte der Außendienstler der Gautinger „Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB) Marko Hammer beim Termin im Rathaus. Hintergrund für diesen Besuch Ende Februar war die Übergabe einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich erläuterte, stamme das Geld aus dem Getränkeverkauf der Faschingsfeier am „Unsinnigen Donnerstag“ im Foyer des Rathauses, wo wie jedes Jahr ausgelassen gefeiert wurde. Es sei der Wunsch seiner Belegschaft gewesen, die Zuwendung der AKB zukommen zu lassen, so der Rathauschef. Damit würden die Kosten für die Untersuchung im Labor gedeckt. „Ich selbst habe mich schon vor langer Zeit in der Datenbank als Stammzellenspender registrieren lassen. Anlass war damals die Erkrankung eines Feuerwehr-Kameraden aus Bernau“, so das Gemeindeoberhaupt. Zur Übergabe waren auch der Vorstand der Wasserwacht Prien-Rimsting Werner Vietz und der stellvertretende Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Prien Johannes Herzinger gekommen, da beide Vereine die Info- und Registrierungsstände der AKB am Wahlsonntag unterstützen werden. Interessierte können unabhängig davon ein Testset für zu Hause unter www.akb.de bestellen. Auch wenn die Aktion regional verlaufe, würden die Daten deutschlandweit sowie international vernetzt. Wichtig sei, so Hammer, dass eine Registrierung nicht zu einer Stammzellspende verpflichte. „Bis zum Schluss bleibt alles freiwillig.“
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