https://www.prien.de/
Sie sind hier: Rathaus

29.10.2022

Priener Mund-ART Weg in Atzing zum Thema Landwirtschaft eröffnet

„Bärig, schee habt´s es g´macht“ – mit diesen Lobesworten dankte Priens Bürgermeister Andreas Friedrich auf dem Wanderparkplatz zwischen Atzing und Elperting dem Nachwuchs vom örtlichen Trachtenverein „Daxenwinkler“ Atzing sowie den Hofbauer-Musikanten aus Prien. Die Dirndl und Buam zeigten trotz des kiesigen Bodens saubere Tänze und Schuhplattler als ihren Beitrag bei der Eröffnung des Priener Mund-ART Weges. Den neuen Weg bezeichnete der Bürgermeister als einen Weg, der mehr Wert hat als ein gewöhnlicher Wanderweg und sagte dazu: „Das mit der Priener Mittelschule initiierte Projekt verfolgt keine kommerziellen Zwecke, sondern es dient dem Dialekt, der Mundart und der Heimatkunde“.

Im Beisein zahlreicher Ehrengäste – unter ihnen vom Bayerischen Bauernverband die Kreisvorsitzende Katharina Kern, ihre Stellvertreterin Maria Fischbacher und Kreisobmann Josef Andres – gab Pfarrvikar Gottfried Grengel dem Weg seinen kirchlichen Segen. Die Eröffnung war nach langwierigen Vorbereitungen möglich, bereits vor kurzem konnte die Projekt-Vorstellung in der Turnhalle der Franziska-Hager Mittelschule erfolgen. Zum Chiemgauer Mund-ART Weg, der nach einer Idee von Franz Wagner und Herbert Reiter aus Aschau und mit Unterstützung des Bayernbundes in die Tat umgesetzt wurde, haben sich die Gemeinden Aschau, Bernau, Breitbrunn, Eggstätt, Gstadt, Prien und Rimsting zusammengetan. Jede Gemeinde suchte sich ein Thema aus. Prien entschied sich für das Thema „Landwirtschaft“. Hierzu können auf dem Rundweg von Atzing über Arbing, Munzing, Mupferting und Elperting landwirtschaftliche Begriffe gelesen und durch QR-Code näher erfahren werden. Beispiele der Tafel-Texte sind „Denk dro, wia ma si in da Natur vahoit!“  oder  „A Radldruch, des is a Druch mit Laufradl und Griff. Ma sogt a Schubkarrn“.

Maria Riepertinger und Rosi Hell – ehrenamtlich und eifrig engagiert

Die Gemeinde Prien – so Bürgermeister Friedrich in seinen weiteren Ausführungen – hat das Zustandekommen des Priener Weges in besonderer Weise zwei ehrenamtlich engagierten Frauen zu verdanken: Maria Riepertinger, Mitglied des Elternbeirates an der Franziska-Hager Mittelschule und Gemeinderätin Rosi Hell machten sich auf den Weg zu den betroffenen Landwirten und vereinbarten, dass nicht nur die Tafeln mit den Wortbegriffen und Erklärungen aufgestellt wurden, sondern dass an den Plätzen auch die passenden Gegenstände und Gerätschaften anschaulich zu finden sind. Auch Lehrerin Andrea Fischer hatte guten Grund namens Rektor Marcus Hübl und namens des gesamten Kollegiums den beiden Frauen, aber auch vielen weiteren Leuten, die bei der Erstellung des Weges aktiv mithalfen zu danken. So trug zum Eröffnungsprogramm der Priener Verserlschreiber Josef Obermüller („Kürschner Sepp“) mit eigens verfassten Gedichten ebenso bei wie örtliche Dirndl und Buam, die beispielhafte Worte natürlich in Mundart und in ihrem Chiemgauer Dialekt erklärten. Ein großes Lob kam von stellvertretendem Rosenheimer Landrat Sepp Hofer, dieser sagte in seinem Grußwort: „In den 22 Jahren, in denen ich mit meinen Eltern auf unserem Hof war, lernte ich kennen, dass wir gerade in der Heimatpflege Tiefwurzler und nicht Flachwurzler sein müssen“. Ein weiterer Dank galt der Priener Bücherei im Haus des Gastes, dort ist entsprechende Literatur vorhanden und eine eigene Dialekt-Ecke eingerichtet.

Für kulinarische Verköstigung sorgten die örtlichen Bäuerinnen vom BBV-Ortsverband Prien-Wildenwart. So gestärkt machten sich die Akteure und Gäste bei schönstem Herbstwetter auf den Rundweg. Die Trachtenkinder bekamen für ihren Auftritt von der Prien Marketing GmbH und von den PrienPartnern gut gefüllte Danke-Taschen und Gutscheine für das Prienavera.

Zur großen Mund-ART-Familie gehörten bei der gelungenen Eröffnungsfeier unter anderem Priens Kulturreferentin Karina Dingler und mehrere Gemeinderäte von Prien, Ideengeber Herbert Reiter von der Tourist-Information Aschau-Sachrang, Ernst Reiter, der bei der Schreibweise der ausgesuchten Begriffe half, Andrea Hübner als Geschäftsführerin der Prien Marketing GmbH, Priens Ehrenbürger Michael Anner senior, Vertreter des Bayernbundes, Sebastian Huber, der für die Zeichnungen bei den Thementafeln sorgte sowie Bauern und Nachbarn des landwirtschaftlichen Themenweges.