Juni 2026
Liebe Prienerinnen und Priener,
die Pfingstferien liegen hinter uns und viele von uns konnten die vergangenen Tage bei herrlichem Sommerwetter genießen. Die zahlreichen Sonnenstunden haben nicht nur für gute Stimmung gesorgt, sondern auch gezeigt, wie trocken die vergangenen Wochen bereits waren. Ein guter Gradmesser hierfür ist beispielsweise der derzeit niedrige Wasserstand des Chiemsees. Die immer öfter für längere Zeit ausbleibenden Niederschläge und die höheren Temperaturen sind zwar allein für sich genommen noch kein Grund zur Sorge, erinnern uns aber daran, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen. Ein bewusster und sparsamer Umgang mit Wasser hilft dabei, unsere Versorgung auch in längeren Trockenphasen sicherzustellen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf das Thema Krisenvorsorge aufmerksam machen. Die jüngste Vergangenheit – beispielsweise der großflächige Stromausfall im Chiemgau Anfang April – hat gezeigt, dass unerwartete Ereignisse jederzeit eintreten können. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt deshalb, dass jeder Haushalt einen gewissen Grundvorrat an Lebensmitteln, Trinkwasser und wichtigen Alltagsartikeln sowie Hilfsmitteln wie Kerzen oder einer Taschenlampe bereithält. Dabei geht es nicht um Panikmache, sondern um eine vernünftige Vorsorge für den Fall, dass Versorgungswege oder Infrastrukturen vorübergehend beeinträchtigt sind. Wer sich informieren möchte, findet auf den Internetseiten des Bundes entsprechende Empfehlungen und Checklisten.
Rückblickend konnten wir in den vergangenen Wochen wieder einige schöne Veranstaltungen in unserer Gemeinde besuchen. Beim Wein- und Bierfest der Freiwilligen Feuerwehr Prien sowie beim Frühschoppen der Feuerwehr Atzing bot sich die Gelegenheit, viele Menschen persönlich zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Mein herzlicher Dank gilt den beiden Feuerwehrvereinen und allen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement diese Veranstaltungen organisiert und durchgeführt haben. Gleichzeitig möchte ich einen Gedanken mit Ihnen teilen: Unsere Feuerwehren leisten Tag und Nacht ehrenamtlich einen unverzichtbaren Dienst für die Allgemeinheit. Im Notfall verlassen wir uns selbstverständlich darauf, dass Hilfe schnell zur Stelle ist. Umso wichtiger ist es, die Arbeit unserer Feuerwehren auch im Alltag zu unterstützen – sei es durch den Besuch ihrer Veranstaltungen, durch eine Mitgliedschaft in den Vereinen oder sogar durch aktives Mitwirken. Beim Wein- und Bierfest waren in diesem Jahr einige Plätze frei geblieben. Die Gründe dafür mögen vielfältig gewesen sein – vom DFB-Pokalfinale über das schöne Wetter bis hin zum Termin unmittelbar vor den Pfingstferien. Dennoch zeigt sich gerade bei solchen Gelegenheiten, wie wertvoll die Unterstützung der Bevölkerung für unsere ehrenamtlichen Organisationen ist.
Aus der vergangenen Sitzung des Marktgemeinderats greife ich an dieser Stelle natürlich auch wieder einen Punkt heraus: Mit der Vergabe eines Rahmenvertrags für Beratungsleistungen an ein Architekturbüro wurde ein wichtiger Schritt im Rahmen der Städtebauförderung auf den Weg gebracht. Diese Beauftragung bildet die Grundlage für die weiteren Planungen und Abstimmungen mit der Förderstelle in den kommenden Jahren. Vor uns liegen dabei anspruchsvolle, aber zugleich wichtige Aufgaben. Ein Schwerpunkt muss natürlich die Entwicklung des Bahnhofsumfelds sein. Darüber hinaus steht die weitere Abstimmung mit der Regierung von Oberbayern hinsichtlich des Wendelsteinplatzes an. Nachdem dieser seinerzeit in den städtebaulichen Wettbewerb »Bahnhofsumfeld« integriert wurde, gilt es nun, gemeinsam tragfähige und bezahlbare Lösungen – insbesondere auch im Hinblick auf künftige Unterhaltskosten – für die Gestaltung dieses zentralen Bereichs zu entwickeln. Die Städtebauförderung eröffnet uns die Chance, wichtige Projekte für die Zukunft unseres Orts gezielt voranzubringen. Gleichzeitig stellt sie uns aber auch vor Herausforderungen, da wir uns innerhalb der »Leitplanken« des damaligen Wettbewerbs bewegen müssen. Wie ich bereits mehrfach bei verschiedenen Gelegenheiten ausgeführt habe, wurden dabei leider in mehreren zentralen Punkten sowohl rechtliche als auch praktische Gegebenheiten nicht ausreichend berücksichtigt.
Ich wünsche Ihnen nun einen schönen Start in den Sommer, viele angenehme Begegnungen und eine gute Zeit.
Es grüßt Sie herzlich Ihr
Andreas Friedrich
Erster Bürgermeister