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Februar 2026

Liebe Prienerinnen und Priener,

der Januar hat uns in diesem Jahr einmal mehr einen echten Winter beschert. Klare Nächte und knackig kalte Temperaturen haben sogar dazu geführt, dass der Chiemsee stellenweise zugefroren ist. Auch wenn nicht sonderlich viel Schnee zu räumen war, wurde unser Bauhof dennoch immer wieder stark gefordert, Wege und Straßen zu streuen. Herzlichen Dank für diesen Einsatz, der oft mitten in der Nacht beginnt – zu einer Zeit, in der die meisten von uns noch selig schlafen können.

Umso schöner war es, dass wir dieser Kälte von außen etwas entgegensetzen konnten: Leben, Musik, Begegnung und fröhliches Treiben auf der Eisfläche mitten in unserem Ort. Die Veranstaltungen am Wendelsteinplatz haben gezeigt, dass sich selbst eisige Temperaturen in echte Wärme verwandeln lassen, wenn Menschen zusammenkommen. Den stimmungsvollen Abschluss dieser Reihe bildete schließlich unser Dorfturnier im Eisstockschießen – ein Ereignis, das sportlichen Ehrgeiz, gute Laune und Gemeinschaft auf wunderbare Weise miteinander verbunden hat. Dieses Event hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und gemeinschaftlich unser Ort ist, und war ein voller Erfolg – sowohl sportlich als auch gesellig, vor allem aber geprägt von guter Laune. Es war schön zu sehen, wie Jung und Alt gemeinsam mitgefiebert, angefeuert und miteinander gelacht haben. Solche Veranstaltungen machen aus einem Ort eine Gemeinschaft – und genau das zeichnet Prien aus.

Schon jetzt dürfen wir uns auf den nächsten Höhepunkt freuen: den Fasching, insbesondere den Unsinnigen Donnerstag. Auch im Rathaus wird an diesem Nachmittag wieder ausgelassen gefeiert – mit Bar und DJ. Ich lade Sie herzlich ein, vorbeizuschauen, mitzufeiern und den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen.

Aus der vergangenen Sitzung des Marktgemeinderats greife ich auch diesmal wieder ein Thema heraus: den Beschluss zur Aufstellung eines Bebauungsplans samt Veränderungssperre für den Bereich zwischen der Jensenstraße und der Felix-Dahn-Straße südlich der Straße Am Berg. Bereits in der Dezembersitzung hatten wir Gleiches für den nördlich anschließenden Bereich bis zur Seestraße beschlossen. Anlass hierfür ist eine Entwicklung, die wir seit einiger Zeit im Bau- und Umweltausschuss beobachten: Immer häufiger werden ältere und kleinere Anwesen aufgekauft – oftmals von Bauträgern – und anschließend in sehr dichter Weise neu überplant und bebaut. Dabei entstehen Gebäudevolumen, die den behutsam gewachsenen Charakter eines Quartiers spürbar verändern. Selbstverständlich wissen wir um den hohen Bedarf an Wohnraum. Dieser ist real und er verlangt nach Lösungen. Doch er darf nicht dazu führen, dass über Jahrzehnte gewachsene Siedlungsstrukturen Stück für Stück verschwinden – bis am Ende ein völlig neues Gebiet entstanden ist, das mit dem ursprünglichen Ortsbild kaum noch etwas gemein hat. Nicht jedes Viertel verträgt jede Form der Nachverdichtung. Genau hier setzt der Bebauungsplan an: Er soll einen verlässlichen Rahmen schaffen, der sowohl Entwicklung ermöglicht als auch den Charakter und die Lebensqualität des Quartiers schützt.

Zum Abschluss darf ich Sie noch auf die bevorstehende Kommunalwahl am 8. März aufmerksam machen. Sie entscheiden mit Ihrer Stimme nicht nur über das Amt des Ersten Bürgermeisters und des Landrats, sondern auch darüber, wie der 24-köpfige Marktgemeinderat in unserer Gemeinde sowie der 70-köpfige Kreistag unseres Landkreises Rosenheim für die nächsten sechs Jahre zusammengesetzt sind. Ich bitte Sie deshalb eindringlich: Nutzen Sie dieses wichtige demokratische Recht und geben Sie Ihre Stimme bei den Wahlen ab. Eine hohe Wahlbeteiligung ist das stärkste Zeichen für eine lebendige und verantwortungsbewusste Bürgerschaft und zugleich Beleg für eine starke und funktionierende Demokratie!

 

Es grüßt Sie herzlich Ihr

Andreas Friedrich
Erster Bürgermeister