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09.08.2022

Rückschnitt von Hecken, Bäumen und Sträuchern

Hecken, Bäume und Sträucher verschönern nicht nur das Ortsbild, sie bieten Vögeln Nistplätze, Bienen und Insekten Nahrung und bereichern damit unseren Lebensraum.

Es ist richtig, dass durch § 39 Abs. 5 des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) Pflanzungen vom 1. März bis 30. September unter besonderen Schutz gestellt werden. Während dieser Schonzeit dürfen Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden.

Form- und Pflegezuschnitte sind jedoch erlaubt

Denn wuchernde Hecken, Sträucher und Bäume können schnell zur Gefahr werden, wenn sie in den Gehweg- oder Straßenraum ragen oder Beschilderungen und Straßenbeleuchtungen verdecken. Enge Straßen, in denen die Rückschnitte nicht erfolgen, werden zu einem Problem z.B. für Müllfahrzeuge, Feuerwehren etc. Häufig beeinträchtigen Bäume und Sträucher auch den Einblick in Kreuzungsbereiche oder behindern das Begehen der Fußwege. Besonders Passanten mit Kinderwagen, Senioren mit Gehilfen, Rollstuhlfahrer oder auch Kinder bis 8 Jahre, die auf dem Gehweg Fahrrad fahren müssen, sind dann gezwungen, auf die Straße auszuweichen.

Auch herabfallende Äste überhängender Bäume können zu einer erheblichen Gefahrenquelle werden. Hohes Gras kann die Wege und Straßen unübersichtlich und damit gefährlich machen. Bitte auch hier das Gras am Straßenrand bzw. im Bereich des Zaunes zurückschneiden.

Für etwaige Sach- und Personenschäden haftet der Eigentümer!

 Tragen Sie deshalb aktiv dazu bei, Unfallgefahr zu vermeiden

  • Prüfen sie zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit regelmäßig Ihre Hecken, Bäume und Sträucher auf Wuchshöhe und -umfang.
  • Wenn nötig, schneiden Sie die Anpflanzungen umgehend zurück: Hecken bis zur Grundstücksgrenze, ebenso alle Äste und Zweige bei Gehwegen bis zu einer Höhe von 2,50 Metern, an Straßen bis zu 4 Metern.
  • Achten Sie darauf, dass Verkehrs- und Straßenschilder nicht durch Zweige verdeckt und Straßenbeleuchtung oder Hydranten nicht eingewachsen werden.

Wird der Rückschnitt nicht durchgeführt, sieht sich die Gemeindeverwaltung gezwungen, Zwangsgelder oder Ersatzvornahmen anzuordnen. Die Kosten hierfür sind vom jeweiligen Eigentümer zu tragen.