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17.08.2022

Neueröffnung des Caritas-Zentrums in Prien

Gemeinsam mit Gästen aus Politik, Kirche und Wirtschaft haben die Vorstände des Diözesan-Caritasverbands München und Freising Gabriele Stark-Angermeier und Thomas Schwarz sowie Kreisgeschäftsführer Erwin Lehmann das neue Caritas-Zentrum in Prien Mitte Juli feierlich eröffnet. Die neue Anlaufstelle an der Beilhackstraße wartet mit einer Vielzahl an sozialen Dienstleistungen sowie drei Sozialwohnungen auf. Gebündelt sind hier u. a. die Interdisziplinäre Frühförderung, die »Priener Tafel«, Ämterlotsen, der Sozialpsychiatrische Dienst, die Schuldnerberatung sowie die für Eltern, Kinder, Jugendliche und pflegende Angehörige. Er ersetze die bisherigen drei Standorte, die viel zu klein geworden seien, so Stark-Angermeier. »Die Zahl der Haushalte in prekären Situationen nehmen zu. So hatte die Priener Tafel vor dem Ukraine-Konflikt ca. 360 wöchentliche Besucher, nun sind es über 500 und wir rechnen mit einem weiteren Anstieg.« Gleichzeitig stagnierten die Lebensmittelspenden oder nähmen tendenziell ab. Auch in der Schuldnerberatung meldeten sich mehr Personen zur Privatinsolvenz an. Von den knapp 10.000 Menschen, die 2021 betreut worden seien, stammten 1.566 Menschen aus der Chiemsee-Region, so Stark-Angermeier. Das flexible Raumkonzept mit multifunktionaler Ausstattung ermögliche das Arbeiten in unterschiedlichen Settings, unterstütze Synergien und spiegele die konzeptionelle Weiterentwicklung der Caritas wider. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich sprach von einem »sehr besonderen Haus für Prien, weil hier der Mensch im Mittelpunkt steht und Hilfe und Anleitung zur Selbsthilfe, Hoffnung und Halt findet«. Damit sei eine soziale Heimat geschaffen worden. Der Bau sei ein Meilenstein, der ihn als Bürgermeister sehr froh stimme, weil bislang die sozialen Dienstleistungen sehr verstreut und teils auch beengt gewesen seien. Der Bau, der nun über 833 Quadratmeter und 150 Quadratmeter Wohnraum verfügt, hat auf eine regenerative Energieversorgung mit Photovoltaik und Wärmepumpe gesetzt. Reichen Segen erhielt er vom Katholischen Gemeindereferenten Werner Hofmann, vom Evangelischen Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth sowie von Rita Sandig von der Neuapostolischen Kirche.