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22.05.2026

AUS DER SITZUNG DES MITTELSCHULVERBANDES

Konstituierende Sitzung des Mittelschulverbands vom 22. Mai
Erster Tagungspunkt war die Verabschiedung der Lehrerin und Sozialpädagogin Hannah Landsberger, die »zu unserem Bedauern an die Mittelschule Rosenheim wechselt«, wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich erklärte. Sie habe dort die Stelle einer Konrektorin inne. In Prien habe sie die »Flexible Trainingsklasse« für Schüler mit einem sozio-emotionalem Förderbedarf mit ins Leben gerufen. Dort würden Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe speziell betreut mit dem Ziel, dass sie wieder – mit Selbstvertrauen und Stabilität – in die reguläre Klasse zurückkommen können. Landsberger erklärte, dass man hier nicht nur verwalte, sondern gestalte, sei keine Selbstverständlichkeit. Sie danke von Herzen dem Mittelschulverband, dass er solch tiefgreifende Entscheidungen zum Wohle der Kinder mitgetragen hätte. Erster Bürgermeister Andreas Friedrich nahm das Lob dankend an und erklärte, dass die teilnehmenden Gemeinden sehr gut zusammenarbeiten würden. Bildung und Schule habe einen sehr hohen Stellenwert. Er dankte der scheidenden Hannah Landsberger in Namen des Mittelschulverbands mit einem Blumenstrauß, Pralinen und einem Gutschein für deren Engagement.

Bestellung der Ämter
Es folgte die Wahl des Vorsitzenden des Mittelschulverbands. Dazu wurden der Geschäftsleiter Donat Steindlmüller, der Kämmerer Alfons Kinne und die Rathaus-Mitarbeiterin Petra Lanzinger in den Wahlausschuss beordert. Als Vorsitzender wurde Andreas Friedrich vorgeschlagen, der einstimmig wiedergewählt wurde. Ebenso wurde seine Stellvertreterin Irene Biebl-Daiber einhellig wiedergewählt. Im Anschluss wurde über die Neufassung der Verbandssatzung einhellig abgestimmt, die als einzige Änderung eine inflationsbedingte Anpassung des Sitzungsgeld von 35 auf 45 Euro hatte. Dann über die Neufassung der Geschäftsordnung, in der der Betrag, über den der Vorsitzende allein entscheiden darf, von 30.000 auf 40.000 Euro angehoben wurde. Als Rechnungsprüfer wurden die Bürgermeister von Aschau Simon Frank und von Gstadt Bernhard Hainz einstimmig wiedergewählt.

Jahresrechnung 2025
Dem folgte die Jahresrechnung 2025, die der Kämmerer Alfons Kinne vorstellte. Diese schließe im Gesamthaushalt mit 3,2 Mio. Euro ab. Auf den Verwaltungshaushalt würden rund 2 Mio. Euro entfallen, auf den Vermögenshaushalt rund 1,2 Mio. Euro. Es habe einen Sollüberschuss in Höhe von knapp 625.000 Euro gegeben. Für 2026 sei eine Rücklagenentnahme in Höhe von 265.000 Euro für die Investitionen zur Elektrosanierung der Franziska-Hager-Schule eingeplant worden. Danach dankte er den Prüfern für die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Schüler und der Schule. Diese dankten den Mitarbeitern der Verwaltung, die alle Unterlagen bestens vorbereitet hätten. Das Gremium nahm dies zur Kenntnis und verwies die Jahresrechnung zum örtlichen Prüfungsausschuss.

Gebühren zum Vereinssport
Dem schloss sich die Neufassung der Gebührenordnung zur Benutzung der Franziska-Hager-Turnhalle an. Darin sei die Pauschale für den Vereinssport ohne einen Betrag aufgeführt, damit dieser durch Beschluss des Gremiums angepasst werden könne. Das Gremium stimmte dem einhellig zu.

Erhöhung der Betreuungsstunden
Danach ging es um die Erhöhung der Betreuungsstunden für die Jugendsozialarbeit an der Franziska-Hager-Mittelschule. Die sozialpädagogische Hilfe werde immer mehr genutzt, so Erster Bürgermeister Andreas Friedrich. Daher habe die Schulleitung eine Erhöhung der Stunden von derzeit 30 auf 40 Stunden beantragt, was zu Mehrkosten von rund 12.000 Euro führen würde. Das Landrats- und das Schulamt hätten dem zugestimmt. Das Gremium beschloss einstimmig, die Betreuungsstunden noch in dem laufenden Schuljahr um zehn Stunden zu erhöhen.

Verschiedenes
Der Vorsitzende Andreas Friedrich informierte, dass die nächste Sitzung am 8. Dezember stattfinde. Ebenso erklärte er, dass die geplanten Baumpflanzungen an der Stelle, wo bislang Pflanztröge gestanden hätten, nicht möglich seien, da im Untergrund ein Betonschacht mit Kabeln zutage kam. Es werde jetzt nur ein Baum eingesetzt und wieder Pflanztröge aufgestellt. Die Malerarbeiten seien erledigt, der Basketballkorb umgesetzt. Demnächst würden neue Brandmelder angebracht, die neuen Garagentore an der Turnhalle seien beauftragt, der Aufzug würden im Sommer modernisiert. Insgesamt seien alle Erneuerungen bis 2027 abgeschlossen.

Überblick Schulalltag
Als Letztes gab die Schulleiterin Michaela Kaltner einen Überblick über das aktuelle Geschehen. Derzeit gebe es 439 Schüler in 19 Klassen, die im Schnitt 23 Schüler besuchten. Die Schule umfasse zehn Regel-, vier Mittlere-Reife-, zwei gebundene Ganztags-, eine Praxis- (17 Schüler), eine Flexible Trainings- (19 Schüler) und eine Deutschklasse (9 Schüler). Die Anmeldung für das nächste Schuljahr verlaufe zögerlich. Für die Praxisklasse gebe es eine Warteliste. Sie würde von Johannes Wagner und der Sozialpädagogin Maya Makembele geleitet, die Einzelfallhilfe sowie Unterstützung bei der Arbeitsplatzsuche leisteten. Zudem würden viele Projekte mit den Schülern umgesetzt, so das Aufziehen von Pflanzen sowie ein Waffelverkauf in der Pause, mit deren Erlös soziale Projekte unterstützt würden. Der Träger der Jugendsozialarbeit sei das Diakonische Werk Rosenheim. An der Schule unterstütze die Sozialpädagogin Alexandra Wellnitz-Helber, die für eine entspannte Situation gesorgt habe. In der Flexiblen Trainingsklasse arbeiteten die Sozialpädagoginnen Franziska Wörndl und Birte Andersson.

Info-Veranstaltungen
Darüber hinaus gebe es viele Projekte, Vorträge oder Workshops zu Prävention von Drogenkonsum, Ladendiebstahl, Gefahren im Internet und sozialen Netzen, aber auch einen Weltschul-Milchtag oder Pflanzaktionen in benachbarten Kinderkliniken. Ebenso habe man mit 17 ansässigen Unternehmen ein Bewerbungsplanspiel veranstaltet, in dem die Schüler gelernt hätten, wie man sich richtig bewirbt. Die Firmen seien begeistert gewesen und es hätte sich der ein oder andere Ausbildungsvertrag daraus ergeben.