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28.05.2024

Ein Priener für Prien – Tobi Huber neu im Gemeindeteam

Der neue Leiter für Tourismus, Marketing und Wirtschaftsförderung ist der in Prien geborene und in Breitbrunn aufgewachsene Tobi Huber. Er hat sich in einem aufwändigen Vorstellungsverfahren gegen 27 andere Bewerber durchgesetzt. Wie Erster Bürgermeister Andreas Friedrich am Donnerstag, 11. April bei der Vertragsunterzeichnung erklärte, habe eine Jury – bestehend aus den drei Bürgermeistern, dem Geschäftsführer Donat Steindlmüller, dem Personal-Chef Alexander Klammer, dem Wirtschaftsreferenten Gunther Kraus sowie Magdalena Heitauer von der Tourismus-Abteilung – sechs Anwärter ausgewählt, die zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden seien. Zwei von ihnen hätten dann die Gelegenheit erhalten, sich in einer rund 45-minütigen Fragerunde dem Marktgemeinderat zu präsentieren, so das Gemeindeoberhaupt. Das Gremium habe sich anschließend einstimmig für Tobi Huber ausgesprochen.

Wie Huber erklärte, sei er von Kindesbeinen an mit Marketing in Berührung gekommen, da sein Vater Sebastian Huber eine Werbeagentur in Breitbrunn betreibe. Er selbst hat dann auch diesen Weg eingeschlagen und in Rosenheim eine Ausbildung zum Mediengestalter absolviert. Es folgten Positionen in verschiedenen Agenturen, bevor er sich selbständig machte, zunächst mit Sitz in Rosenheim, später in München. »Dies war meine erste Bewerbung seit 20 Jahren«, gestand Tobi Huber, der seit acht Jahren mit seiner Familie in Prien wohnt. Er freue sich sehr auf die neue Aufgabe und wolle den »Ort, in dem er lebt und in dem auch seine sechsjährige Tochter glücklich werden soll, erhalten und gestalten«. Es sei eine riesige Herausforderung. Auch wenn er nicht aus dem Tourismus komme, bringe er viel Erfahrung aus verschiedenen Branchen mit. Er strebe an, ein »frisches, zukunftstaugliches Gesamtkonzept« zu entwickeln. Ideen habe er schon viele. Sein Motto sei es, »lieber mit einer 90-prozentigen Lösung zu starten als über ein perfektes Resultat zwei Jahre zu brüten«. Man müsse den Status quo stets hinterfragen, »ein Schiff auf Kurs zu halten, reicht nicht aus«, so Huber. Es brauche Veranstaltungen, die eine Reise nach Prien erstrebenswert machten. Wichtig sei, den Tagestourismus in den Ort zu bringen, statt nur auf die Inseln. »Wir sollten mit Schätzen, die in Prien schlummern, auch diejenigen überzeugen, die sich bislang nicht für die Seegemeinde interessiert haben«, so der 44-Jährige. Zudem könne man mit digitalen Ansätzen Anreize für Familien schaffen. Darüber hinaus wolle er die Nebensaison mit interessanten Angeboten beleben. Es gebe bspw. viele Apps für Wanderer und Radfahrer, in denen man gut dargestellt sein sollte. Auch Nachhaltigkeit erachte er als wichtig, deren Wertschätzung wachse stetig. Er hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit den ansässigen Vereinen, Institutionen sowie den Bürgern. Er verstehe sich als Ansprechpartner für alle, die Ideen hätten.

Tobi Huber, der sich selbst als »analytisch, reflektiert und besonnen« bezeichnet, ist Segler, Snowboarder und Motoradfahrer sowie Theatermacher. Gerade erst hat er im »Theater am Markt« in Rosenheim »Der Gott des Gemetzels« inszeniert. Damit tritt er erneut in die Fußstapfen seines Vaters, der im Theaterzelt Riedering u. a. den »Himmegugga« spielt.