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22.01.2019

AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Bauanträge:
Als Erstes kam der Bauantrag zur Errichtung eines Doppelhauses mit zwei Erkern, einem Satteldach sowie mit Garagen in Wildenwart zur Sprache. Das Vorhaben liege im Geltungsbereich der in Aufstellung befindlichen Satzung »Prutdorf West«, wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung ausführte. Da es sich in Art und Maß der näheren Umgebung einfüge, empfehle die Verwaltung, es positiv zu beurteilen, was das Gremium einhellig tat. Es folgte der Bauantrag zum Abbruch und Neubau eines Doppelhauses mit Garagenanbau und Doppelgarage in Trautersdorf. Zu dem Vorhaben liege ein genehmigter Vorbescheid vor, dem der Antrag entspreche. Das Gremium erteilte auch diesem Vorhaben einhellig das gemeindliche Einvernehmen, ebenso wie dem nächsten Tagungspunkt. Der Bauherr wolle seinen Anbau in der Neugartenstraße aufstocken, um Kinderzimmer einzurichten, so Lindner.


Pumptrack-Anlage und Liegeboxen-Laufstall
Der nächste Bauantrag stammte vom Schulverband, der auf dem Schulgelände der Franziska-Hager-Grund- und -Mittelschule südlich des Gebäudes eine Pumptrack-Anlage in Größe von rund 670 Quadratmetern errichten möchte. 176 Quadratmeter davon seien Asphaltflächen, 463 Quadratmeter Grünflächen und 40 Quadratmeter Aufenthaltsbereich. Der Bauausschuss erteilte auch diesem Vorhaben sein einstimmiges Einvernehmen. Alfred Schelhas, 3. Bürgermeister und Sportreferent, sagte, er freue sich, dass damit eine Sportanlage in Nähe des Zentrums entstehe. Es folgte ein Bauantrag zur Verlängerung eines bestehenden Liegeboxen-Laufstalls in Leiten. Das betreffende Gebäude liege im Außenbereich. Die Genehmigungsfähigkeit sei gegeben, sofern es sich um ein privilegiertes Vorhaben handele. Auch diesem Vorhaben erteilte das Gremium sein einvernehmliches Einverständnis.

Einvernehmliche Abstimmung
Anschließend stand der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage in der Felix-Dahn-Straße auf der Agenda. Da hier kein Bebauungsplan existiere, müsse man nach Art und Maß der baulichen Nutzung urteilen, so Lindner. Die Tiefgarage sei zwar größer als der Bau, darüber lägen aber die Terrassen, so dass sich dies hinsichtlich der Grundfläche, die überbaut werden soll, einfüge, ebenso wie die Höhe des Gebäudes. Der Antragsteller habe dazu eigens ein Modell angefertigt, das die Gebäude entlang der Straße zeigt. Nach genauer Betrachtung erteilte das Gremium dem Vorhaben einhellig sein Einvernehmen.
Der nächste Tagungspunkt betraf den Umbau eines bestehenden Hauses in der Höhenbergstraße. Der Bauherr habe u. a. vor, ein Dach über die Terrasse zu ziehen, einen Wintergarten einzurichten, nichttragende Wände in den Obergeschossen auszubrechen sowie alle Bäder zu erneuen. Die Anzahl der Wohneinheiten ändere sich nicht. Das Gremium urteilte einvernehmlich positiv gegenüber dem Vorhaben.

Erneuter Antrag auf Vorbescheid
Als Letztes kam der Antrag auf Vorbescheid zur Sprache. Der Bauherr beabsichtige den Neubau von zwei Wohnhäusern mit Hanggaragen und Stellplätzen am Herrnberg. Das Vorhaben sei bereits im Gremium gewesen und abgelehnt worden, wie Lindner ausführte. Damals habe die Wandhöhe 7,58 Meter betragen, was sich nicht in die nähere Umgebung eingefügt habe. Zudem habe die Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, nicht der überbaubaren Grundstücksfläche der benachbarten Bebauung entsprochen. Damit hätte man einen Bezugsfall geschaffen, wie Lindner erklärte. Der Bauherr habe nun die Wandhöhe bergseitig auf 5,26 Meter und talseitig auf 6,48 Meter reduziert, die Grundfläche aber belassen. Das Landratsamt Rosenheim habe das Gremium um eine weitere Stellungnahme gebeten.

Vorhaben findet nicht Zustimmung
Die Bauhöhe füge sich nun zwar ein, aber das Maß der baulichen Nutzung in Bezug auf die Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, füge sich nicht in die nähere Umgebung ein. Da das Grundstück in Ortsrandlage unmittelbar an den Geltungsbereich der Chiemsee-Schutzverordnung angrenze, könne einer derartigen Verdichtung nicht zugestimmt werden. Dieser Ansicht schloss sich die Mehrheit des Gremiums mit 8:1 Stimmen an. Dagegen gestimmt hatte Alfred Schelhas (SPD). Den Antrag abgelehnt hatten Erster Bürgermeister Jürgen Seifert, Gabriele Rau (Die Grünen), Dr. Meinolf Schöberl (Freie Priener, FP), Tobias Ihm (Bürger für Prien, BfP), Anton Schlosser (CSU), Annette Resch (CSU), Michael Schlosser (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) und Gunther Kraus (CSU)


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