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17.09.2019

AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Neubau eines Mehrfamilienhauses in der Jensenstraße

Als Erstes kam der Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 14 Wohneinheiten und Tiefgarage in der Jensenstraße zur Sprache. Dem Vorhaben liege ein bewilligter Antrag auf Vorbescheid vor, wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung ausführte. Der Bauantrag entspreche diesem. Das Gremium erteilte dem Vorhaben einhellig sein Einvernehmen. Es folgte der Bauantrag zur Errichtung einer Werbeanlage in der Bahnhofstraße, die vom Gremium in der vorausgegangenen Sitzung zurückgestellt worden war, um mit dem Antragsteller zu besprechen, ob die Werbetafel nicht oberhalb der Fensterbrüstung im Obergeschoss, sondern tiefer angebracht werden könne, so Lindner. Dies verneine der Bauherr, da es nicht in einer gestalterisch akzeptablen Art möglich sei. Er verweise zudem auf einen Bezugsfall in Nähe. Das Gremium erteilte dem Vorhaben einstimmig sein Einvernehmen. Dem schloss sich der Bauantrag zur Brandschutzsanierung sowie zur Erweiterung einer Schreinerei mit Carport in Siggenham-West an. Letzte überschreite die im Bebauungsplan festgesetzte Baugrenzen, wie Lindner ausführte. Da es Bezugsfälle gebe, empfehle die Verwaltung eine Befreiung davon, was das Gremium einhellig tat.

Keine Erweiterung im Außenbereich

Es folgte der Bauantrag zur Errichtung eines Anbaus mit Hackschnitzelheizung, Hackschnitzellager und einer Garage in Hoherting sowie der Nutzungsänderung von einer Garage in ein Büro. Der Antragsteller habe bereits in der Vergangenheit Erweiterungen eingereicht, die das Landratsamt Rosenheim (LA RO) negativ beurteilt habe. Das aktuelle Vorhaben, das im Außenbereich liege, habe das Gremium beim Antrag auf Vorbescheid negativ beurteilt. Er versuche, den Bau immer wieder zu erweitern. Die Verwaltung wie auch das LA RO hätten beurteilt, dass dies dort nicht möglich sei, da es sich nicht um eine Privilegierung handele. Die Verwaltung bitte das Gremium, es zu ermächtigen, zukünftig derartige Anfragen gleich ablehnen zu können, um den Bauausschuss damit nicht belasten zu müssen. Dieser Haltung schloss sich das Gremium einhellig an.

Rückbau einer Terrasse

Es folgte der Antrag auf Nutzungsänderung eines Wohngebäudes in ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohneinheiten sowie der Errichtung eines Balkons in der Elpertinger Straße in Wildenwart. Da das Vorhaben nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liege und die Nordfassade des Gebäudes die Abgrenzung des Innenbereichs zum Außenbereich darstelle, sei die Nutzungsänderung als Innenbereichsvorhaben zu beurteilen und müsse sich daher hinsichtlich Art und Maß der baulichen Nutzung in die Eigenart der näheren Umgebung einfügen, so Lindner. Der Balkon überschreite die Abgrenzung des Innenbereichs deutlich. Da es sich um ein untergeordnetes Bauteil handele und nicht privilegiert sei, könne man das Einvernehmen nicht erteilen. Wie Erster Bürgermeister Jürgen Seifert ergänzte, werde die Verwaltung den Rückbau verlangen, da der Balkon bereits – vor Antragstellung – gebaut worden sei. Dieser Haltung schloss sich der Bauausschuss einstimmig an. Beim nächsten Tagungspunkt urteilte das Gremium einhellig positiv. Der Bauherr beantragte den Anbau einer Außentreppe an ein Wohn- und Geschäftshaus in der Schulstraße.

Vorhaben fügt sich nicht ein

Es folgte der Bauantrag zum Abbruch und Neubau eines Wohnhauses mit Garage in der Karl-Raupp-Straße, das die Festsetzungen des dort gültigen Bebauungsplans nicht einhalte, so Lindner. Der Bauherr beantrage eine Befreiung, u. a. hinsichtlich der überschrittenen Baugrenzen. Dem Vorhaben liege ein positiv beschiedener Antrag auf Vorbescheid vor, von dem der jetzige Bauantrag aber abweiche. Wie Erster Bürgermeister Jürgen Seifert ergänzte, verliere der Antrag auf Vorbescheid somit seine Bindungswirkung. Die zusätzlichen Abweichungen von den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplans »Am Herrnberg« sind einzeln hinsichtlich der Vereinbarkeit mit den Grundzügen der Planung zu hinterfragen. Vor allem die Länge des Baukörpers, die sich insgesamt auf 24 Meter hinziehe, überschreite das zulässige Maß von 18 Metern deutlich. Das Gremium schloss sich dem an und erteilte sein Einvernehmen einstimmig nicht.

Gleichwertigkeit nun gegeben

Es folgte der Bauantrag zum Abbruch und Neubau eines Einfamilienhauses in der Harrasser Straße mit einer Wandhöhe von 6 Metern und einer Grundfläche von 100 Quadratmetern. Das Vorhaben liege im Außenbereich sowie in der Chiemsee-Schutzverordnung, somit sei bauplanungsrechtlich nur ein gleichwertiger Ersatzbau zulässig. Dem zuvor eingereichten Antrag auf Vorbescheid habe das Gremium nicht entsprochen, da bei einer neuen Wandhöhe von 6,20 Metern die Gleichwertigkeit nicht gegeben war. Der Bauherr habe seinen Bauantrag nun entsprechend geändert, weshalb das Gremium dem Vorhaben sein Einvernehmen einhellig aussprach.

Ausbau fügt sich ein

Es folgte ein Antrag auf Vorbescheid für den Abbruch und Wiederaufbau des Dachstuhls und der Giebelwände sowie dem Anbau einer Außentreppe in der Staufenstraße. Damit solle eine dritte Wohneinheit geschaffen werden. Da das Vorhaben nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans liege, sei es als Innenbereichsvorhaben zu beurteilen. Der neue Bau besitze eine Wandhöhe von 8,10 Meter und eine Firsthöhe von 9,60 Meter. In der noch zur näheren Umgebung zählenden Hochgernstraße gebe es Bezugsfälle mit einer Wandhöhe von 8,60 Metern und einer Firsthöhe von 9,60 Metern, so Lindner. Das Gremium erteilte auch diesem Vorhaben sein gemeindliches Einvernehmen.

Gaube gilt als Vollgeschoss

Dem schloss sich der Antrag auf Vorbescheid zur Aufstockung eines Gebäudes im Meisenweg an, mit der ebenso eine dritte Wohneinheit geschaffen werden soll. Es existiere kein Bebauungsplan, so müsse auch dieses Vorhaben hinsichtlich der Einfügung nach Art und Maß der baulichen Nutzung beurteilt werden, so Lindner. Der First erhöhe sich von 8,30 Metern auf 9,50 Meter, die Wandhöhe von 6,10 Metern auf 6,50 Metern. Unter Berücksichtigung der neuen Gaube mit einer Breite von 9,50 Metern und dem Quergiebel mit einer Breite von 6 Metern weise das Gebäude insgesamt eine Wandhöhe nach Osten von 7,60 Metern und nach Westen von 6,90 Metern auf, so Lindner. Diese sowie die Firsthöhe überschritten deutlich die Höhenentwicklung der näheren Umgebung. Damit würde neues Baurecht geschaffen, ergänzte Erster Bürgermeister Jürgen Seifert. Die Gaube sei zudem als Vollgeschoss einzuordnen. Dieser Ansicht schlossen sich Tobias Ihm (Bürger für Prien, BfP), Gunter Kraus (CSU) und Michael Schlosser (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) an. Das Gremium erteilte sein Einvernehmen einhellig nicht.

Positive Beurteilungen

Dem Antrag auf Vorbescheid zum Bau eines Einfamilienhauses mit Carport in der Alten Bernauer Straße beurteilte der Bauausschuss wieder einstimmig einvernehmlich.
Der Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung einer gewerblich genutzten Leichtbauhalle Am Reitbach liege im Geltungsbereich eines Bebauungsplans, dessen Festsetzungen er nicht einhalte, so Lindner. Der geplante Bau liege außerhalb der festgesetzten Baugrenzen, auf dem Grundstück existiere aber mit dem Bestandsgebäude ein Bezugsfall. Weshalb das Gremium dem Vorhaben sein gemeindliches Einvernehmen einhellig aussprach.
Auch der nächste Fall fand das wohlwollende Urteil des Bauausschusses. In einem Antrag auf Vorbescheid fragte der Bauherr bezüglich des geplanten Abbruchs einer Doppelhaushälfte und dem Neubau eines Doppelhauses in Vachendorf an. Da dort kein gültiger Bebauungsplan existiere, müsse es nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung einfügen, was es tue, so Lindner.
Es folgte der Antrag auf Vorbescheid zur Errichtung eines Lehrbienenstands am Bachweg in Wildenwart, der im Rahmen des Projektes »bienenfreundliche Gemeinde« aufgestellt werden soll, wie Alexander Zenk von der Bauverwaltung mitteilte. Aufgrund der geringen Anzahl an Bienenvölkern handele es sich nicht um ein privilegiertes Vorhaben. Aufgrund der besonderen Anforderungen könne er nur im Außenbereich aufgestellt werden. Das Gremium erteilte dem Vorhaben sein gemeindliches Einvernehmen einstimmig.

Denkmalschutz findet Anerkennung

Es folgte der Antrag auf Vorbescheid zum Abbruch eines Nebengebäudes sowie der Errichtung eines Wohngebäudes mit Tiefgarage in der Harrasser Straße. Auf dem Grundstück, das im Außenbereich liege, befinde sich ein denkmalgeschütztes Wohnhaus. Mit dem Neubau wolle der Bauherr eine zweite Wohneinheit schaffen. Ein Anbau an das bestehende Gebäude sei aufgrund des Denkmalschutzes nicht möglich. Aufgrund der besonderen Situation empfehle die Gemeinde das Einvernehmen. Tobias Ihm (BfP) sagte, jeder der ein Denkmal schütze, tue dies für die Allgemeinheit. Erster Bürgermeister Jürgen Seifert ergänzte, sein Verhalten sei mehr als anerkennungswürdig. Der Bauherr habe den Denkmalschutz des Gartens selbst veranlasst. Das Gremium erteilte dem Vorhaben einstimmig sein gemeindliches Einvernehmen.

Tektur als letzter Fall

Als letzter Tagungspunkt kam die Tektur zur Baugenehmigung zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle sowie eines Rinderstalls in Wildenwart. Mit ihr reiche der Bauherr die vom LA RO geforderten Geländeschnitte sowie die Darstellung der Hofflächen nach. Zudem reiche er damit die Erweiterung seiner Schlepperwerkstatt um ein Büro ein. Das Gremium erteilte auch diesem Vorhaben einhellig sein gemeindliches Einvernehmen.


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