Sie sind hier: Gemeindepolitik > Bauausschuss

10.12.2019

AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Erhöhung Dachgeschoss
Als Erstes kam die Textur (Veränderung eines bereits genehmigten Bauantrags; Anm. d. Red.) zur Erhöhung des Dachgeschosses, Einbau eines Aufzugs und Anbau eines Balkons in der Alten Rathausstraße zur Sprache. Wie Thomas Lindner von der Bauverwaltung informierte, plane der Bauherr nun eine geringere Firsthöhe als zunächst beantragt. Es gebe dort keinen gültigen Bebauungsplan, das Vorhaben füge sich aber in die nähere Umgebung ein. Das Dachgeschoss soll als privater Abstellraum genutzt werden, weshalb keine Stellplätze nachgewiesen werden müssten, so Lindner. Das Gremium erteilte dem Vorhaben einhellig sein gemeindliches Einvernehmen.

Milchviehstall geplant
Es folgte der Bauantrag zum Neubau eines Milchviehstalls und einer Güllegrube in der Alten Rathausstraße nahe dem Brucker Kreisel. Der geplante Stall habe eine Fläche von rund 1.400 Quadratmetern und sei damit doppelt so groß wie das bestehende Gebäude mit rund 700 Quadratmetern, wie Lindner ausführte. Das Vorhaben befindet sich im Außenbereich, in dem landwirtschaftliche Bauten möglich seien. Ob die Voraussetzung gegeben sei, müsse vom Landratsamt Rosenheim (LA RO) sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten geprüft werden. Das Gremium schloss sich dieser Haltung einhellig an.

Caritas plant Neubau
Dem schloss sich der Bauantrag zum Neubau des Caritas Zentrums mit Räumen für die Verwaltung, für die Tafel und für eine Spielgruppe sowie drei Wohnungen in der Beilhackstraße an. Das bestehende Gebäude solle dafür abgebrochen werden. Wie Lindner ausführte, sei das Vorhaben mehrfach im Gremium besprochen worden. Es bestehe ein positiv beschiedener Antrag auf Vorbescheid, dem der Bauantrag entspreche. Das Gremium erteilte auch diesem Vorhaben sein einhelliges gemeindliches Einvernehmen.

Vorhaben fügen sich ein
Der nächste Bauantrag bezog sich auf den Abbruch eines Wohnhauses und Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage im Renkenweg. Dort existiere kein gültiger Bebauungsplan, so Lindner. Es gebe aber Bezugsfälle, so dass sich das Vorhaben nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung einfüge. Das Gremium schloss sich dieser Einschätzung einstimmig an.
Ebenso verhielt es sich beim folgenden Bauantrag, mit dem die Aufstockung einer Einliegerwohnung im Gries beantragt wurde, mit dem diese um ein Dachgeschoss erweitert werde, so Lindner. Auch hier bestehe kein Bebauungsplan, das Vorhaben füge sich aber ein. Das Gremium folgte dieser Ansicht einhellig.

Tekturen zugestimmt
Die nächsten Fälle waren zwei Tekturen (Veränderungen von bereits genehmigten Bauanträgen; Anm. d. Red.) zum Neubau zweier Doppelhaushälften in der Boschenhofstraße. Bei Haus 1 beabsichtige der Bauherr statt der Unterkellerung einen Anbau im Osten des Gebäudes zu erstellen sowie die Garage in den Osten zu verschieben. Das Nebengebäude überschreite die Außenbereichsgrenze geringfügig, dennoch empfehle die Verwaltung das gemeindliche Einvernehmen, da das Maß der baulichen Nutzung nicht wesentlich verändert werde. Haus 2 solle im Innenbereich errichtet werden und füge sich in die Eigenart der näheren Umgebung ein. Das Gremium erteilte beiden Vorhaben einstimmig sein gemeindliches Einvernehmen.
Terrassenüberbau
genehmigungspflichtig
Dem folgte der Antrag auf eine isolierte Befreiung von den Festsetzungen des gültigen Bebauungsplans im Geranienweg, wie Alexander Zenk von der Bauverwaltung ausführte. Der Bauherr wolle seine Terrasse mit Glas überdachen. Dies sei bis zu einer Fläche von 30 Quadratmetern verfahrensfrei. Da hier aber die geltenden Baugrenzen überschritten worden seien, sei eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans nötig. Da es Bezugsfälle gebe, empfehle die Verwaltung das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, was das Gremium einhellig tat.

Bauantrag im Sondergebiet »Freizeit«
Es folgte ein Antrag auf Vorbescheid zur Erhöhung und Ausbau eines Dachs sowie dem Einbau von Gauben in der Harrasser Straße, so Zenk. Dabei solle der First um 1,30 Meter auf 11,19 erhöht sowie zwölf Dachgauben mit einer maximalen Höhe von 2,50 Meter eingebaut werden. Das Dachgeschoss soll über neun Zimmer mit zwölf Betten verfügen, so Zenk. Das Gremium erteilte auch diesem Vorhaben sein einhelliges Einvernehmen.

Großer Baukörper geplant
Als Nächstes wurde der Antrag auf Vorbescheid zum Anbau eines Wohnhauses mit zwei Wohneinheiten in der Neugartenstraße beraten. Wie Lindner erklärte, besitze der Baukörper eine Grundfläche von knapp 100 Quadratmetern, die Wandhöhe betrage rund 7 Meter, die des Firsts 9,30 Meter. Da kein Bebauungsplan existiere, müsse sich der Bau nach Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung, in diesem Fall östlich der Bahnlinie einfügen. Durch den Anbau erhöhe sich die Grundfläche auf insgesamt 218 Quadratmeter; der größte Baukörper in der Nähe betrage 193 Quadratmeter, weshalb sich das Vorhaben nicht einfüge, so Lindner.

Dissens um Nachverdichtung
Wie Michael Schlosser (Überparteiliche Wählergemeinschaft, ÜWG) sagte, erachte er dies als eine Nachverdichtung. Erster Bürgermeister Jürgen Seifert sagte, der Bauausschuss müsse entscheiden, inwieweit er neues Baurecht schaffen wolle. Michael Anner (CSU) sagte, er tue sich hier damit schwer. Es sei in dem Areal mit Blick auf die Müllabfuhr oder die Schneeräumung bereits jetzt problematisch eng. Die Abstimmung ergab ein 7:1 gegen den Bauantrag. Dagegen hatten Erster Bürgermeister Jürgen Seifert, Alfred Schelhas (SPD), Angela Kind (Die Grünen), Dr. Meinolf Schöberl (Freie Priener, FP), Tobias Ihm (Bürger für Prien, BfP), Gunther Kraus und Michael Anner (beide CSU) gestimmt, dafür war Michael Schlosser (ÜWG).

Vorhaben fügt sich ein
Es folgte ein Antrag auf Vorbescheid zum Abbruch eines Gewerbebetriebs und Neubau eines Zweifamilienhauses in der Neugartenstraße, das eine Grundfläche von rund 140 Quadratmetern sowie eine Wandhöhe von 5,70 Metern und eine Firsthöhe von 7,90 Metern aufweise, so Zenk. Es existiere kein Bebauungsplan, das Vorhaben füge sich aber in die nähere Umgebung ein. Das Gremium folgte dieser Einschätzung und erteilte sein einhelliges gemeindliches Einvernehmen.

Baukörper zu groß
Beim nächsten Antrag auf Vorbescheid empfahl die Verwaltung das Einvernehmen zu verweigern. Wie Zenk ausführte, wolle der Bauherr drei Reihenhäuser in der Rimstinger Straße in den Hang hinein bauen. Insgesamt hätte die Ansiedlung eine Grundfläche von 290 Quadratmetern. Da kein Bebauungsplan existiere, müsse man prüfen, inwieweit sich das Vorhaben in Art und Maß der baulichen Nutzung in die nähere Umgebung einfüge. Der größte Baukörper, der der näheren Umgebung zuzuordnen sei, betrage 208 Quadratmeter, so dass sich das geplante Vorhaben nicht einfüge, so Zenk. Das Gremium teilte diese Ansicht und verweigerte dem Vorhaben einstimmig das gemeindliche Einvernehmen. pw


Kontakt   Impressum   Sitemap     
https://www.prien.de/
Menü